Die etwas andere Wittener Pool-Party

Folie, Wasser und Seife – der perfekte Rutschspaß! Dieser Junge amüsierte sich am Sonntag beim Planschbeckenfest am Wittener Schleusenwärterhäuschen. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
Folie, Wasser und Seife – der perfekte Rutschspaß! Dieser Junge amüsierte sich am Sonntag beim Planschbeckenfest am Wittener Schleusenwärterhäuschen. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

WAZ. Die Wabe hatte zum Planschbeckenfest an das Schleusenwärterhäuschen eingeladen. Am Sonntag spielte das Wetter mit bei der etwas anderen Pool-Party.

Die Sonne scheint. Die Kinder planschen, das Wasser spritzt. Die Wabe hatte am Sonntag zum ersten Planschbeckenfest „Kleiner Fährmann“ eingeladen. Ein Riesenspaß für Klein und Groß am Schleusenwärterhaus.

„Viele Leute flanieren einfach hier entlang“, freut sich Irena Cichy (56) von der Wabe. Radfahrer sonnen sich im Biergarten und schauen den Kindern beim Toben im Nass zu.

Auf der kleinen Fähre Hardenstein können die Kinder ihr Diplom „Kleiner Fährmann“ absolvieren. Sechs Aufgaben müssen sie dafür zuerst an Land erledigen. Zum Beispiel das Wasserkreislauf-Quiz oder den Wasserbomben-Lauf. „Am besten war aber das Papier-Bötchen-Basteln“, erzählt der siebenjährige Jan. „Das Bötchen schwimmt“, sagt Bruder Finn (5).

Die Jungs müssen noch auf die Fähre, wo sie mit einem Stab einen Rettungsring einfangen sollen. „Das ist in Anlehnung an die echte Fährmannsprüfung“, erklärt Wabe-Abteilungsleiter Christoph Heemann. Über 100 Kinder hatten bis zum späten Nachmittag stolz ihre Urkunde entgegengenommen.

Ein Planschbecken reiht sich an das andere. Die Wabe hatte welche aufgestellt. Wer wollte, konnte aber seinen eigenen Pool mitbringen. 30 Wasserbecken kamen so zusammen. Zwar bleibt offen, ob dies das angestrebte „längste Planschbecken des Landes ist“, aber dies ist dem fünfjährigen Finn auch total egal. Das Kind liegt mit seiner blauen Badehose in einem der Becken und entspannt. „Ist eh viel zu warm da draußen“, meint der Kleine.

„Solche Feste sind ein Gewinn“

Dieter (64) und Heidi (63) Lohmeyer sitzen in Liegestühlen am Ruhrufer. Sie erholen sich von einer Radtour und schauen ihren Enkeln zu. „Solche Feste sind ein Gewinn für das Ruhrtal“, finden sie. Einige Meter weiter rutschen gerade zwei Jungen über eine Teichfolie. „Folie, Wasser und Seife. Das ergibt den perfekten Spaß“, sagt Marcus Idel (26). Auch er ist schon über die Bahn geschlittert. Sonst quietschen dort aber vor allem Kinder vor Vergnügen. „Die Erwachsenen würden gerne, trauen sich aber nicht“, meint Idel.

Leo (6) nimmt Anlauf und lässt sich auf seine Knie fallen – ab geht die Post. „Rutscht gut!“, stellt der Knirps grinsend fest. Danach hüpft er in eines der grünen Planschbecken. Wasserbomben und Wasserpistolen inklusive. „Die Pistole kann zehn Meter weit spritzen“, sagt Leo beeindruckt und demonstriert dies auch gleich.

Mit Mama, Papa und Geschwistern ist Leo aus Hattingen gekommen – das eigene Planschbecken im Gepäck. Und wer eignet sich besonders gut als Ziel für eine Wasserattacke? Natürlich Mama Charlotte Döppers (35). Aus dem Angriff wird schnell eine Wasserschlacht. Irgendwann bespritzt sich die ganze Familie mit den Pistolen. Da bekommt dann auch der Reporter mal eine Ladung ab. Schöne Abkühlung!

Entlang des Ufers: Ein Sinnespfad für die Füße

Anlässlich des Festes hatte Irena Cichy (56) auch einen Sinnespfad am Ufer entlang angelegt: Barfuß gab es Kies, Sand und Heu zu erfühlen. Der Pfad wird Montag wieder abgebaut.

Künftig soll bei heißem Wetter das Wasserspaß-Eldorado kurzfristig wieder aufgebaut werden. Ohne großes Fest, einfach zum Planschen – so die spontane Idee der Wabe.

WAZ-Bericht von Philip Raillon