Wittener Hundewiese bekommt Mülltonne für Kotbeutel

Johannes Einig (AHE), Thomas Strauch von der WABE, Sula Waßen mit Hund Feldmann und Martin Jedamzik mit seinen Hunden Artus, Richard und Nina (v.li.) stellen die neue Tonne vor. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
Johannes Einig (AHE), Thomas Strauch von der WABE, Sula Waßen mit Hund Feldmann und Martin Jedamzik mit seinen Hunden Artus, Richard und Nina (v.li.) stellen die neue Tonne vor. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

WAZ. Hundebesitzer in Herbede können aufatmen: Ein großes Ärgernis an der Hundewiese gehört bald der Vergangenheit an. Die zu Häufchen gestapelten Kotbeutel waren vielen Spaziergängern schon lange ein Dorn im Auge. Es fehlte an Papierkörben, um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu entsorgen. Seit gestern steht am Eingang zur kleinen Halbinsel ein spezielle Mülltonne. Dort können die Hundebesitzer nach dem „Gassi-Gang“ die Beutel einwerfen.

„Das Problem stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel“, so Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe. „Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht.“ Ein runder Tisch mit dem Ordnungsamt, dem Freizeitzentrum Kemnade und dem Ruhrverband verlief wenig effektiv, weil die Zuständigkeiten zu kompliziert sind. So ist der Ruhrverband der Eigentümer, der das Gelände dem Freizeitzentrum zur Nutzung überlassen hat. Das wiederum hat die Fläche an die Stadt übergeben.

„Nicht die fehlenden Papierkörbe waren das eigentliche Problem. Sondern die Frage der Entsorgung. Denn unter dem Strich verursachen Müllbehälter Betriebskosten“, so Strauch weiter. „Wir haben nach einer unbürokratischen Lösung gesucht und sie in Zusammenarbeit mit der AHE nach einem kurzen Telefonat auch gefunden.“

Die neue Tonne für die Hundewiese ist eine Spezialanfertigung der AHE. Sie ist mit einem Schloss verriegelt. In den Deckel wurde eine kleine Öffnung gefräst. „Da passen nur die Kotbeutel durch“, erklärt Johannes Einig von der AHE. „Kein Restmüll, keine gelben Säcke.“

„Im Laufe der Jahre ist es schlimmer geworden“

In Kooperation mit der Wabe will der Entsorger diese Tonne immer dann leeren, wenn auch am Zollhaus die Müllabfuhr kommt. Das ist dreimal in der Woche. Und um auf Nummer sicher zu gehen, dass die Tonne nicht in der Ruhr schwimmt, wurde sie gestern demonstrativ an einer Laterne angekettet. Mit dieser Lösung sind fürs Erste alle Beteiligten zufrieden.

Auf den Kosten bleiben momentan alle Beteiligten sitzen. „Aber da könnte unser bewährtes Spendenmodell greifen“, ergänzt Strauch. „Zahl, was es Dir wert ist.“ Künftig sollen Spendenboxen am Zollhaus und an der Hundewiese sein.

Martin Jedamzik (58) kommt seit Jahren regelmäßig mit seinen Vierbeinern zur Hunde wiese. Er ist von der neuen Lösung mit der Mülltonne begeistert. „Im Laufe der Jahre ist es schlimmer geworden“, weiß er aus Erfahrung. „Was es früher nicht gab, das waren die Plastikbeutel. Im Gegensatz zur Kacke verrotten die auf keiner Wiese. Der größte Mief herrscht übrigens unter der Brücke – besonders im Sommer.“

Die Tonne ist ein Pilotprojekt. Bis Jahresende soll getestet werden, ob sich die Situation verbessert.

WAZ-Bericht von Barbara Zabka


Spendenaufruf

Wir kümmern uns auch um unsere Vierbeiner mit ihrem Hundebesitzern. Ein großes Ärgernis auf dem Nachbargelände waren die Anhäufung von Kotbeuteln. Frau Suna Waßen ergriff die Initative und suchte gemeinsam mit uns nach einer Lösung. Zusammen mit dem Entsorger AHE haben wir eine Spezialmülltonne gebaut, die ab sofort am Eingang zur Hundewiese zum Müllentsorgen einlädt. Diese Leistungen sind nicht ohne Kosten verbunden, deshalb sind Spenden ausdrücklich erwünscht.

Spendenkonto: Stichwort “Hundewiese”, Sparkasse Witten DE 68 4525 0035 0000 750000.

Spendenbescheinigungen bei Nennung ihres Namens und Anschrift im Betreff. Vielen Dank!