Wittener Zollhaus öffnet bald auch im Winter

Das Zollhaus in der Baustellenphase: (v.li.) Roland Löpke, Thomas Strauch, Susanne Fuchs, Irina Cichy, Bärbel und Eckart-Lohmann-Voß. Foto: Barbara Zabka
Das Zollhaus in der Baustellenphase: (v.li.) Roland Löpke, Thomas Strauch, Susanne Fuchs, Irina Cichy, Bärbel und Eckart-Lohmann-Voß. Foto: Barbara Zabka

WAZ. Knapp drei Jahre ist es her, dass die Wabe zum ersten Baustellengespräch ins Zollhaus einlud. Damals stellte man den Biergarten vor. Jetzt präsentiert die Arbeitsloseninitiative ihre Pläne für den Innenausbau des alten Gebäudes: Ab dem Frühjahr sollen auch drinnen Speisen und Getränke angeboten werden. „Unser Angebot wird dadurch kontinuierlicher und ganzjährig“, freut sich Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch.

Noch ist das historische Gebäude an der Lakebrücke eine Baustelle: Der Holzboden knarrt, die Wände sind unverputzt und der Staub liegt auf den Fensterbänken. „Seit Anfang August ist die ehemalige Wohnung frei“, sagt Irene Cichy. Die 56-jährige Wabe-Mitarbeiterin kümmert sich um den Bau. Nach mehreren Gesprächen mit der Eigentümerin, der Friedrich Lohmann GmbH, bekam die Wabe grünes Licht. „Wir haben die Wohnung komplett entkernt. Boden raus, Decken runter“, sagt Cichy.

Teils arbeiten eigene Angestellte im Zollhaus, teils externe Unternehmen. Gemeinsam haben sie in wenigen Wochen schon viel geschafft: Der Eingangsbereich ist bereits verputzt – aus Denkmalschutzgründen mit braunem Lehm. Zur Ruhr hin wurden neue Fenster ins Mauerwerk gebrochen. So hat man einen guten Blick auf das vorbeifließende Wasser und den Garten.

Bald sollen etwa vierzig Personen im Inneren des Zollhauses Platz finden. Einer der Räume könnte sogar später für private Feiern vermietet werden. „Das ist super. Hier kann man problemlos Krach machen“, freut sich der Herbeder Roland Löpke, Ratsmitglied für die Piraten. Er ist froh, dass die Wabe ein Angebot für Schlecht-Wetter-Tage schafft.

Nach der Erweiterung soll es im Zollhaus neben dem Standardrepertoire Pommes und Flammkuchen auch neue Kreationen geben: „Wir suchen nach Gerichten, die man gut vorbereiten kann“, sagt der 61-jährige Thomas Strauch, etwa Erbsensuppe oder Reibekuchen mit Lachs. „Aber wir sind Westfalen. Natürlich gibt es weiterhin Pommes mit Currywurst“, sagt Irena Cichy lachend. Dazu soll das Frühstück im Zollhaus auf Vegetarisches und Veganes ausgeweitet werden.

Eckard Lohmann-Voß, pensionierter Chef der Eigentümerin Friedr. Lohmann GmbH, freut sich schon auf das erweiterte Angebot. „Ganz früher war hier auch schon eine Kneipe drin“, erinnert sich der 83-Jährige. Auch für die Belegschaft sei es eine Bereicherung, da diese schon jetzt teils ihre Pausen am Zollhaus verbringe.

Für Wabe-Geschäftsführer Strauch hat der Ausbau neben dem größeren Angebot für Radfahrer, Wanderer und Skater auch einen ganz praktischen Grund: Für die Mitarbeiter gibt es dann auch in den Winter-Monaten etwas zu tun.

WAZ-Bericht von Philip Raillon

Info: 
Neue Zollhaus-Öffnungszeiten: 10-17 Uhr
Betriebsferien: 21.12. bis zum 03.01
Ab dem 04.01. ist wieder geöffnet