Wittens Schleusenwärterhaus nach Brand wieder aufgebaut

'Strahlt wieder in neuem Glanz: das Schleusenwärterhaus an der Ruhr, das von Brandstiftern abgefackelt worden war. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
'Strahlt wieder in neuem Glanz: das Schleusenwärterhaus an der Ruhr, das von Brandstiftern abgefackelt worden war. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services

WAZ. Ein Bild der Verwüstung bot das Schleusenwärterhaus in Witten, nachdem es vor fast genau einem Jahr von Unbekannten abgefackelt worden war. Bis heute konnte die Polizei den Brandstifter nicht ermitteln. Aber inzwischen ist der beliebte Ausflugsort an der Ruhr wieder aufgebaut worden. Mitte März, zeitgleich mit dem Start des Fährverkehrs, soll auch das Schleusenwärterhaus wieder für die Besucher öffnen.

Schon von weitem strahlt das neu gedeckte, rote Dach. Auch die Balken das Fachwerks glänzen schwarz und frisch. Fußböden, Sanitäranlagen – alles fertig.

Unzählige Radler vom benachbarten Ruhrtalradweg

„Auch die Kabel sind bereits verlegt, müssen nur noch verschaltet werde“, so Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), die das Schleusenwärterhaus betreibt. Bis auf eine kleine Stelle im Fußboden, die ausgebessert werden muss, sind dann alle Wiederaufbauarbeiten abgeschlossen. „Bis Anfang März soll auch der Rollrasen liegen“, so Strauch. Denn das Außengelände soll noch etwas aufgepeppt werden.

Und natürlich wird dort der meist umlagerte Grillstand wieder aufgebaut, von dem sich die Besucher ihre Würstchen, Pommes oder Koteletts holen, um sie dann an den Tischen neben dem historischen Gebäude zu verzehren. Bei gutem Wetter sitzen dort bekanntlich unzählige Radler vom benachbarten Ruhrtalradweg oder Fußgänger, die an diesem idyllischen Ort ein Päuschen einlegen.

Rund 160.000 Euro hat der Wiederaufbau des denkmalgeschützten Hauses gekostet, bezahlt wurde er von der Versicherung. Schon vor dem Brand hatte die Wabe immer wieder Teile des Gebäudes behutsam restauriert. „Bis auf die Verschieferung der Westfassade war damals alles fertig“, erinnert sich Thomas Strauch. Um so ärgerlicher, dass dann diese ganze Arbeit ein Raub der Flammen wurde.

Durch Leitungsleck 5000 Kubikmeter Wasser verloren

„Ein Problem haben wir noch“, so der Geschäftsführer: „Wir müssen ein Leck suchen. Es muss sich irgendwo auf der Stecke zwischen Wasserwerk an der Herbeder Straße und Schleusenwärterhaus befinden. Laut Wasseruhr haben wir schon 5000 Kubikmeter verloren.“ Sicher ärgerlich, aber gegen die Arbeiten der letzten Monate ein Klacks.

WAZ-Bericht