Rotarier bepflanzen Beet rund ums Böckchen

Die Rotarier haben die Patenschaft für das Blumenbeet rund um das Böckchen im Stadtpark übernommen und bezahlen außerdem die Reinigung der Radwege-Hinweisschilder durch die Wabe: Dr. Michael Koch (hinten, v.l.), Uwe Liesche, Rainer Altenberend (vorne, v.l.) und Frank Flörecke. Foto: Barbara Zabka
Die Rotarier haben die Patenschaft für das Blumenbeet rund um das Böckchen im Stadtpark übernommen und bezahlen außerdem die Reinigung der Radwege-Hinweisschilder durch die Wabe: Dr. Michael Koch (hinten, v.l.), Uwe Liesche, Rainer Altenberend (vorne, v.l.) und Frank Flörecke. Foto: Barbara Zabka

WAZ. Da wird sich nicht nur das „Böckchen“ freuen: Die Skulptur, die inmitten eines Beetes im Stadtpark steht, schaut jetzt nicht mehr auf Wildwuchs, sondern auf ein ordentlich gepflanztes Blumenmeer. Das ist den Mitgliedern des Rotary Clubs Witten zu verdanken, die an einem sonnigen Samstag Ende Mai die Ärmel hochgekrempelt, ordentlich geschwitzt und in vierstündiger Arbeit 1500 Pflanzen in den Boden gebracht haben.

„Heimat“ – unter diesen Begriff wollen die Rotarier in diesem Jahr ihre Aktivitäten ganz besonders stellen. Und dazu gehöre, dass die Stadt schöner wird, sagt Präsident Dr. Michael Koch. Dass der Serviceclub sich für den Anfang ausgerechnet das Böckchen-Beet schräg gegenüber von Haus Witten ausgesucht hat, hat natürlich auch einen Grund: „Wir haben die Skulptur vor 59 Jahren gespendet.“ Bei der einmaligen Pflanzaktion wird es nicht bleiben, denn die Rotarier haben eine Patenschaft für die 50 m² große Fläche übernommen. So, wie sich andere Bürger schon um die Beete vor ihrer Haustür kümmern, werden auch sie sich jetzt regelmäßig an dieser Stelle im Stadtpark als Gärtner betätigen. Fünf Müllsäcke voller Unkraut

„Ich habe vor zwei Wochen fünf Müllsäcke voll Unkraut da rausgeholt“, sagt zum Beispiel Rainer Altenberend. Und schon wieder lugen einige Halme frech hervor. Im Herbst folgt dann die Winterbepflanzung. Statt roter und weißer Begonien außen sowie weiß und lila blühendem Salbei im Mittelkreis, werden dann Stiefmütterchen und Blumenzwiebeln gesetzt.

Weil die Stadt aber von einem hübschen Beet allein nicht schöner wird, hatten die Rotarier noch eine Idee: Ihnen stach die rotweiße Radwegebeschilderung ins Auge, auf der mancherorts kaum noch etwas zu erkennen war. Dafür holten sie dann die Wabe ins Boot und zahlten ihr die Reinigung von zehn Schildern.

Eine Mitarbeiterin habe sich 30 bis 40 Schilder im Bereich Innenstadt, Uni und Bommern angeguckt, ihr Aussehen dokumentiert und die zehn schlimmsten ausgewählt, erklärt Wabe-Chef Thomas Strauch. Die seien teils hinter Gebüsch versteckt oder von Algen verklebt gewesen. Bernd Hohmeister und Marcel Hedtmann waren dann mit Vorarbeiter Uwe Freund unterwegs, um die Schilder zu reinigen. Gerade steht Hedtmann auf der Leiter und wienert das letzte, das auf der Ruhrstraße/Ecke Husemannstraße steht.

Zehn saubere Schilder und ein ordentliches Beet sind ein Anfang, aber wird Witten davon wirklich schöner? Die Aktion solle eine Art Vorbildcharakter haben, erklärt Rotary-Präsident Koch. Er und die anderen Mitglieder setzen auf Nachahmer und hoffen: „Vielleicht macht das ja Schule.“

WAZ-Bericht von Annette Kreikenbohm