Junge Musiker lassen es richtig krachen

Gut besucht war die zweite Ausgabe von 'Rock an der Ruhr'. Foto: Barbara Zabka
Gut besucht war die zweite Ausgabe von 'Rock an der Ruhr'. Foto: Barbara Zabka

WAZ. Gut besucht war die zweite Ausgabe von „Rock an der Ruhr“, zu der Wabe und SPD am Samstag ans Schleusenwärterhäuschen geladen hatten. Vom Nachmittag bis zum Abend rockten vier Bands die Bühne.

Den Anfang machte „Berit & the Boys“ aus Gelsenkirchen. Sängerin Berit Tenhaven hatte es bei ihrem Auftritt mit Martin Matern allerdings bei lediglich einem Begleit-Boy belassen. Dennoch wusste das Duo mit Songs von Reinhard Mey bis Janis Joplin zu gefallen und erntete den verdienten Applaus des Publikums. Am Abend wurde es voller

Weiter ging es mit den „Returns“ aus Wetter. Die Oldie-Band wurde bereits in den Sechzigerjahren gegründet. Das Publikum applaudierte, obwohl musikalisch vielleicht nicht immer alles reibungslos zusammenlief. Hier stand eindeutig der Wiedererkennungseffekt der Stücke im Vordergrund, und der war gegeben.

Je mehr es auf den Abend zuging, desto voller wurde es, und desto länger wurden auch die Schlangen am Wurst- und am Getränkestand. Voller wurde es auch auf der Bühne. Angetreten war die „Unknown Blues Band“ mit kleinem Bläsersatz. Die Wittener Combo feierte eine Blues-Party, bei der die Besucher voll auf ihre Kosten kamen. Gleich vier der Musiker betätigten sich als Sänger – solo und im Satz – und auch bei den Ansagen spielten sie sich die Bälle zu. Man merkte der Band die Spielfreude an, die keiner der „alten Hasen“ auf der Bühne vermissen ließ.

Mittlerweile wurde es langsam dunkel, und einige Strohballen – eigentlich als zusätzliche Sitzgelegenheiten gedacht – waren von fleißigen Kinderhänden zerpflückt worden; allmählich sah die Wiese vor der Bühne aus wie bei einem großen Rockfestival.

Zeit für die letzte Band des Abends, die „Simple Beatz“, ebenfalls aus Witten. Die jungen Musiker ließen es von Beginn an richtig krachen und nach Steppenwolfs „Born to be wild“ zu Beginn einen Rock-Klassiker nach dem anderen folgen. J.J. Cales „Cocaine“, Bob Marleys „I shot the sheriff“ oder Stevie Wonders „Superstition” wurden dabei auf eigene Weise interpretiert. Allerdings dauerte es eine Weile, bis der Funke aufs komplette Publikum übersprang. Doch auch das gelang, und bei „Sweet home Alabama“ sangen alle mit.

WAZ-Bericht von Walter Demtröder

Fotos von Lara Quell:

rock an der ruhr
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