Beliebter Radlertreff an der Ruhr startet in die neue Saison

Das Team der WABE empfing die ersten Gäste zur Eröffnung des Schleusenwärtehauses mit Blumen. Foto: Thomas Nitsche

WAZ. Bei schönstem Frühlingswetter hat das Königliche Schleusenwärterhaus die Saison eingeläutet. Für die Gäste gab’s gelbe Rosen. Es gibt auch Neues.

Pünktlich zum ersten gefühlten Sommertag hat das Königliche Schleusenwärterhaus an der Ruhr seine Pforten geöffnet. Bei viel Sonne und Temperaturen um die 25 Grad begrüßten Mitarbeiter ihre ersten Gäste mit Blumen.

„Das ist unsere frühlingshafte Botschaft zur Eröffnung“, sagt Julia Hellweg, Mitarbeiterin der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), die die Gastronomie betreibt. Sie und ihre Kollegen verteilen an diesem Freitag gelbe Rosen an die Besucher. die haben es sich gleich auf den Bänken und Stühlen rund um das historische Schleusenwärterhaus bequem gemacht.

„Die Menschen haben den ganzen Winter drinnen verbracht und freuen sich darüber, nun die Sonne genießen zu können“, sagt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. Und so schmecken das kühle Weißbier oder die kalte Cola in der Sonne ganz besonders gut. So mancher hat sich diese Erfrischung redlich verdient. Viele Radler nutzten die Wiedereröffnung für eine entspannte Rast.

Beate (55) und Günter Weckelmann (62) haben schon einige Kilometer auf ihrem Tandem hinter sich gebracht. Das Ehepaar startete mit Freunden in Rüdinghausen und fuhr über den Rheinischen Esel nach Langendreer und von dort an die Wittener Ruhr. Zwei Drittel der insgesamt gut 32 Kilometer langen Strecke, schätzt Mitfahrer Friedhelm Ruckes (64), hatten die Rüdinghauser da bereits zurückgelegt.

Weiter ging es mit der Ruhrtalfähre, die an diesem Tag ebenfalls den Anker erstmals in der neuen Saison wieder lichtet. Von 10 bis 18 Uhr ist sie nun wieder bis Oktober zwischen dem Schleusenwärterhäuschen und der Burgruine Hardenstein unterwegs. „Das ist einfach der schönere Weg“, sagt Ruckes.

Ein paar Tische weiter sitzt Familie Dellwig. Die Fahrt mit der Fähre, die für den Nachwuchs besonders spannend ist, haben sie bereits hinter sich. Nun lassen die Dellwigs Bratwurst im Brötchen schmecken. „Hier im Grünen ist es einfach schön“, meint Sylvia Dellwig.

Grillwürstchen und Steaks wird es auch zukünftig am Schleusenwärterhaus geben. Aber, verrät Thomas Strauch, schon bald soll die Speisekarte ergänzt werden. Dafür wurde eigens ein syrischer Koch angestellt, der Spezialitäten aus seinem Heimatland anbietet. Ein Angebot, dass sich bereits seit einiger Zeit im ebenfalls von der Wabe bewirtschafteten „Alten Fritz“ in der Augustastraße in der Innenstadt bewährt.

Ansonsten setzt der Betreiber am Schleusenwärterhaus auf Altbewährtes. 14 Tage habe es gedauert, so Strauch, ehe das alte Gemäuer und das Umfeld auf Vordermann gebracht worden waren. „Manche Dinge sind während des Betriebs nur sehr aufwändig nachzusteuern. Und niemand möchte ein warmes Bier“, so Strauch. Das Urteil der ersten Gäste fiel durchweg positiv aus. Nun kann der echte Sommer kommen.

WAZ-Bericht von Marcel Kling