Kinder machen in Witten kleines Fährmann-Diplom

Sichtbar viel Spaß bei den Wasserspielen am Königlichen Schleusenwärterhaus hatten Anke Henrichsen und Sohn Till. Foto: Thomas Nitsche
Sichtbar viel Spaß bei den Wasserspielen am Königlichen Schleusenwärterhaus hatten Anke Henrichsen und Sohn Till. Foto: Thomas Nitsche

WAZ. Was lange währt, wird endlich gut – am Königlichen Schleusenwärterhaus war am Sonntag jede Menge Wasserspaß angesagt. Die gemeinsame Veranstaltung von Wabe und Stadtwerken rund ums Thema „Wasser“ sollte eigentlich schon vor einer Woche stattfinden, war aber wegen einer Unwetter-Warnung abgesagt worden. Dafür fluppte und flutschte es bei strahlendem Sonnenschein diesmal umso besser.

Auf einer Seifenrutsche ging es rasant zur Sache, Kinder konnten eigene Buttons fertigen und an einer Rallye über sieben Stationen teilnehmen. Dabei galt es unter anderem, Tischtennisbälle in einen Ring zu werfen, einen Tischtennisball durch ein Planschbecken zu pusten oder mit einer Wasserbombe auf einem großen Löffel durch einen Parcours zu laufen. Der sechsjährige Jonas hatte daran besonders viel Spaß: „Ich habe bei allen Spielen mitgemacht, alle haben Spaß gemacht, aber das mit der Wasserbombe und dem Löffel war am besten.“

Auch der pädagogische Effekt kam nicht zu kurz: Bei einem Quiz, das ebenfalls Bestandteil der Rallye war, konnten die Kinder etwas über den Wasserkreislauf lernen. Als krönender Abschluss stand eine Fahrt mit der Fähre auf dem Programm, bei der es galt, mit einer Stange einen Rettungsring aus dem Wasser zu fischen. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, wurde mit dem „kleinen Fährmann-Diplom“ in Form einer Urkunde belohnt.

Anke Henrichsen war mit Mann Dennis und Sohn Till mit dem Fahrrad gekommen, ohne allerdings dem Nachwuchs vorher zu verraten, wohin die Radtour ging. „Als wir hier angekommen sind, hat Till direkt gefragt ‚Was ist denn hier los?’“, sagt die 39-Jährige. „Er hat sich riesig gefreut, denn er ist so eine richtige Wasserratte.“ Wasser stand auch im Mittelpunkt einer Aktion der Radstation, die mit einer mobilen Fahrrad-Waschanlage angereist war. Von diesem Angebot wurde am Nachmittag reger Gebrauch gemacht. Mehr als zwei Dutzend Radler wollten ihre Drahtesel gegen einen kleinen Obolus wieder zum Glänzen bringen. Das funktionierte auch prima – beim Fahrrad von Günter Oltmann sogar zu gut, wie er nach der Wäsche feststellen musste: „Schön sauber geworden ist es ja, aber jetzt sieht man die Lackschäden noch besser als vorher.“

WAZ-Bericht von Thuy-An Nguyen