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Pressespiegel


 
WAZ, 24.11.2011: Winterpause für „Hardenstein“

Die Ruhrtalfähre in ihrem „Trockendock“ auf der Wiese am Schleusenwärterhaus. Noch mal an Bord gingen (v.l) Stefan Arendt, Peter Sobotta, Christoph Heemann, Klaus Köster und Michael Sidivopoulos von der Wabe, die sie betreibt. Foto: Fischer / WAZ FotoPoolWAZ. Rund 134 000 Fahrgäste beförderte die Ruhrtalfähre „Hardenstein“ in dieser Saison. Das waren etwa genauso viele wie in der vorherigen. Jetzt wurde das beliebte Fährschiff zur Winterpause an Land gehievt.

Das „Trockendock“ der Hardenstein ist die Wiese neben dem Schleusenwärterhäuschen. Kapitän Christoph Heemann hofft, dass sie dort vor Vandalismusschäden bewahrt bleibt. Natürlich würde er sich über eine abschließbare Unterstellmöglichkeit freuen, „aber dafür müsste man erst mal einen entsprechend großen Schuppen finden, der dann am besten auch noch in der Nähe liegt, um hohe Transportkosten zu vermeiden“, meint der 44-Jährige. Und das ist bei einem Schiff mit einer Länge von über 15 Metern, 4,60 Metern Breite und rund vier Metern Höhe natürlich gar nicht so einfach.

Durch ihre „Traummaße“ konnte die neue Hardenstein deutlich mehr Gäste pro Fahrt befördern als die deutlich kleinere alte, nämlich 49 statt 16. „Und auch die langen Schlangen am Ufer gehören seit Sommer 2010 der Vergangenheit an“, betont Heemann. Denn in Zeiten der kleineren „Hardenstein“ sei es besonders an sonnigen Wochenenden vorgekommen, dass die am Ufer ausharrenden Gäste bis zu einer Stunde hätten warten müssen, um an die Reihe zu kommen.

Bis zu 150 mal sei die Fähre in Spitzenzeiten hin und her gependelt, erzählt ihr Kapitän: „Der Rekord lag vor einigen Jahren sogar bei 220 mal.“ Und solch dauerndes Pendeln hatte auch seinen Preis: „Bei der kleineren Fähre war dadurch in jedem Jahr mindestens ein Elektromotor hin. Der kostet rund 1000 Euro“, erinnert sich Heemann.

Was ihn aber viel mehr ärgert,war der Vandalismusschaden im August, als Randalierer unter anderem das Bordbuch anzündeten und es brennend in die Steuerelektronik warfen. Erfreut ist Heemann dagegen darüber, dass die „Hardenstein“, die bisher nur eine vorläufige Genehmigung hatte, nun endgültig als Fahrgastschiff zugelassen wurde. Das Gutachterverfahren habe sehr lange gedauert, „aber jetzt dürfte sie sogar auf Bundeswasserstraßen fahren“, erklärt ihr Kapitän stolz.

Tatsächlich fernab Wittens könnte möglicherweise in einiger Zeit die kleinere „Hardenstein“ zum Einsatz kommen, die im vorigen Jahr auf dem Kemnader See pendelte und nun ungenutzt im Kanal am Schleusenwärterhaus liegt. Es habe nämlich unlängst Verkaufsverhandlungen mit Arnsberg gegeben, so Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. Ein Privatinvestor habe die kleinere Hardenstein kaufen wollen, die Beschäftigungsgesellschaft in Arnsberg würde sie dort gerne als Fährschiff betreiben. Aber weil die dortige Gesellschaft nicht wisse, ob sie von Mittelkürzungen betroffen sei, „sind die Verhandlungen derzeit etwas ins Stocken geraten“, so Strauch.

Auch in Arnsberg würde die kleinere Hardenstein auf der Ruhr pendeln. Und zwar zwischen dem dortigen Ruhrtalradweg auf der einen und Attraktionen wie einem Museum auf der anderen Seite. Die „Kleine“ würde das sicher gut machen, hat sie doch hinlänglich in Witten geübt.

WAZ-Bericht von Michael Vaupel

 
RN, 20.11.2011: Wabe will weitere Abschnitte des Ruhrtalradweges instand setzen

Sie wollen Pfosten für dringend erforderliche Reparaturen an Radwegen einschlagen: (v.l.) Thomas Strauch, Susanne Fuchs und Irena Cichy von der Wabe mit dem städtischen Verkehrsplaner Andreas Müller. (Foto: Susanne Linka)Ruhr Nachrichten. Im Rahmen der Aktion „Ein Meter Engagement“, das die Wabe ins Leben gerufen hat, ist bereits ein Stück des Ruhrtalradweges am Kanuclub Witten mit Spendengeldern instand gesetzt worden. Jetzt soll es an die nächste Strecke ehen.„Wir etablieren uns gerade als interessante Region für Radfahrer. Da wäre es doch sehr schade, wenn die schlechte Qualität der Wege die Besucher wieder abschreckt“, erklärt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch, warum seine Beschäftigungsgesellschaft die Aktion „Ein Meter Engagement“ ins Leben gerufen hat.

Noch steht nicht fest, welcher Abschnitt es sein soll. Schon bald will die Wabe mit Unterstützung der städtischen Verkehrsplaner, des Verkehrsausschusses und des Kreises fünf bis zehn Strecken mit einem auffälligen blau-rot gestreiften Pflock kennzeichnen. Als Hinweis, dass an dieser Stelle dringend etwas getan werden muss und um Spenden zu sammeln.

Möglicherweise wird der erste Pflock auf dem Leinpfad eingeschlagen. Das zum Teil grobe Pflaster auf der Strecke zwischen Herbeder Straße und Schleusenwärterhaus lässt viele Radfahrer auf den Rasen ausweichen. Da soll Abhilfe geschaffen werden. „So eine Maßnahme kostet rund 20.000 Euro“, sagt Strauch.

Bis zum nächsten April könne nur ein Projekt in Angriff genommen werden. Ob es tatsächlich der Leinpfad wird, ist unklar. „Wir sammeln bis Weihnachten Vorschläge von Bürgern“, so Wabe-Mitarbeiterin Susanne Fuchs.

Bereits seit dem Sommer sind Karten im Umlauf, auf denen der Reparaturbedarf gemeldet werden kann. Sie sollen jetzt verstärkt auch in Fahrradläden und im Rathaus ausgelegt werden. 50 Rückmeldungen sind bereits eingegangen. Die meisten beziehen sich auf den Ruhrtalradweg.

Doch Strauch und Verkehrsplaner Andreas Müller finden: „Es gibt auch Reparaturbedarf auf Strecken in anderen Stadtteilen.“ Beide sind zuversichtlich, das Geld für Nachfolgeaktionen zusammen zu bekommen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Susanna Linka

 
WAZ, 29.07.2011: Stress-Test für das „E-Bike“

Eine 1400 Kilometer lange Tour von Rügen bis zum Bodensee haben sich die Sportler vom Triathlon-TEAM TG Witten vorgenommen - mit dabei ist auch ein Elektrofahrrad. Foto: WAZWAZ. Vom Kap Arkona auf Rügen geht es zum Bodensee. Auf den 1400 Kilometern werden die E-Bikes (Elektro-Fahrräder) der Stadtwerke einem Stresstest unterzogen.

Sieben Sportler vom Triathlon-TEAM TG Witten starten am Sonntag, 31. Juli, zu einer zehntägigen Radtour durch Deutschland. Mit von der Partie sind Markus Sittart, seine Geschwister Thomas und Annette, Cousin Peter Sittart, sowie Dirk Genschow, Gereon Weber und ab Darmstadt auch Kay Kretzschmar.

Startpunkt ist Rügen. Von dort aus fährt die Gruppe mit Umwegen über das Erz- und Fichtelgebirge sowie das Altmühltal in zehn Etappen nach Lindau am Bodensee.

Auf dem Prüfstand für den Test stehen die Bremsen, das Verhalten des E-Bikes bei Dauerbelastung und die Reaktion auf Witterung und steile, unebene Straßen. Die TTW-ler (Triathlon-TEAM TG Witten) nehmen auch die Akkuleistung des Radmotors ganz genau unter die Lupe: „Durchschnittlich hält der Akku 60 Kilometer. Das kann sich beim Fahren in den Bergen aber drastisch ändern“, erklärt Rad-Mechaniker Torsten Kretschmann (42).

Es bleibt abzuwarten, wie viel das Elektro-Bike so aushält. Doch eins ist sicher: Es ist in guten Händen. Seit über 20 Jahren schon unternehmen die Athleten des Triathlon-Teams mehrtägige Radtouren durch Deutschland und Europa. Auf ihrem Weg zum Bodensee fährt die Gruppe zwar mit Rennrädern, doch auch ein E-Bike ist dabei. Dieses wird abwechselnd von den Fahrern ausprobiert: „So kann sich immer einer von uns ausruhen, wenn mal die Kräfte schwinden“, erklärt Organisationsleiter Markus Sittart.

Durch den Erfahrungsbericht der Fahrer erhoffen sich die Stadtwerke Informationen über Einsatzmöglichkeiten der E-Bikes: „Die Räder können maßgeblich zur CO²-Senkung in Witten beitragen. Unsere Mitarbeiter nutzen schon jetzt für Arbeitsfahrten das E-Bike anstelle des Autos.“

Auch die Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung) hat mit den Rädern viel vor. Koordinatorin Susanne Fuchs erklärt: „Wir planen für 2012 eine Kooperation mit dem Gaststättengewerbe. Restaurants können dann zur offiziellen Auftank- Station für E-Bikes werden.“

WAZ-Bericht von Patricia Knebel

 
RN, 09.07.2011: Saniertes Teilstück wurde offiziell eröffnet

Landrat Dr. Arnim Brux (l.) eröffnet symbolisch die neu gestalteten 275 Meter des RuhrtalRadweges, der im Bereich des Kanuclubs in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt war. Thomas Strauch, Geschädftsführer der Wabe (2.v.l.) hatte die Idee, mit Sponsoring und eigenen Ressourcen das Radweg-Teilstück auf Vordermann zu bringen. (Foto: Lisa Timm)Ruhr Nachrichten. Es ist ein neuer Weg, den die Wabe zur Problemlösung beschritten hat. Daraus entstanden ist ein Stück neuen Radweges. Um genau zu sein 275 Meter. Am Freitag wurde das ausgebesserte Wegestück des RuhrtalRadweges von Landrat Arnim Brux offiziell eröffnet.

„Die Idee, das vernachlässigte Stück Radweg mit Sponsoren-Hilfe von Bürgern und Unternehmen zu sanieren, war angesichts leerer kommunaler Kassen der Schlüssel zum Erfolg“, freut sich Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe.

Er hatte das Projekt „1 Meter Engagement“ ins Leben gerufen, welches das Einwerben von Geldspenden mit dem Arbeitseinsatz der Wabe kombinierte. So konnte das höchst marode Teilstück des beliebten Radweges in einen Top-Zustand versetzt werden. Es rollt dort jetzt so rund wie nie.

Denn noch vor Monaten vermiesten Holpersteine, Wildwuchs und Bodenwellen die Nutzung der Trasse zwischen Kanuclub und der ehemaligen Brennerei Sonnenschein.

Das ist nun Vergangenheit. Landrat Arnim Brux geriet ins Schwärmen, als er die weitere Verbesserung für den Ruhrtal-Tourismus beschrieb. „Dieser Radweg ist der Hit“, sagte er und verwies zudem auf die Ruhrtalbahn, deren Vorzüge er kürzlich im Fernsehen ausgestrahlt sah.

„Wir stehen weltweit an 15. Stelle der schönsten Eisenbahnstrecken hat ein Ranking gezeigt“, freute sich Brux. Und er dankte dem Wabe-Einsatz für die weitere touristische Aufwertung. „Wir brauchen genau solche Projekte“, verwies der Wabe-Geschäftsführer auf den anderen positiven Aspekt.

„Langzeitarbeitslose werden hier in Projekte eingebunden, bei deren Verwirklichung sie selbst Wertschätzung erfahren“, sagt er. Und so sorgt er sich auch um eventuelle Kürzungen, die seiner Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (kurz: Wabe) Knüppel zwischen die Beine werfen könnten.

Daher startet die Wabe einen Aufruf an alle Wittener Bürger: Wer verbesserungswürdige Radweg-Strecken in Witten kennt, möge sich melden. Alle gemeldeten Strecken werden mit einem rot-blauen Pfahl markiert. Um sie zu sanieren, werden erneut Spenden gesammelt.

In einem Internet-Voting wird entschieden, welche Strecken am dringendsten saniert werden müssen. Wer Vorschläge hat für sanierungswürdige Radwege, melde sich bei der Wabe unter Tel. 39 53 80.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

 
WAZ, 08.07.2011: Ruhrtalweg: Spender beweisen Herz für Radler

Bauarbeuten erledigt, Mission beendet: Zahlreiche Spender haben es ermöglich, dass der Ruhrtalradweg rund um den Kanuclub wieder angenehm befahrbar ist. ArchivfotoWAZ. Schluss mit holterdiepolter: Heute (8. Juli) wurde das von der Gesellschaft für Arbeits- und Beschäftigungsförderung (Wabe) erneuerte Stück des Ruhrtalradwegs eingeweiht. 27 500 Euro kostete die Sanierung, die vor allem durch Spenden finanziert wurde.

Bis April war die 275 Meter lange Strecke um den Kanuclub eine Rumpelpiste. Äste ragten in den Weg, Schottersteine schauten aus dem Boden. Viele der rund 20 000 Radler, die in der Saison monatlich über den 220 Kilometer langen Ruhrtalradweg fahren, suchten ihr Heil über die Wiese. Die Wabe hatte deshalb das Projekt „Ein Meter Engagement“ ausgerufen.

Für 100 Euro konnten Spender einen Meter der ehemaligen Holperpiste bekommen. Insgesamt seien 15 600 Euro durch Spenden zusammen gekommen, sagt Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe. „Darunter sind 30 Privatpersonen, 15 Firmen und Mitarbeiter der Wabe.“ Der Rest sei von der Wabe selbst finanziert worden, die die Arbeiten in Eigenregie durchführte, aber nichts berechnete.

Ab März wurden die Ärmel hochgekrempelt. Der Weg musste aufgerissen und mit Schotter beschichtet werden, an den Rändern wurden Steine eingesetzt, Rasen und Äste gestutzt. Mittlerweile ist er angenehm befahrbar. Doch das muss noch nicht das Ende der Fahnenstange für Radwege in Witten und Umgebung sein.

Zum Ende der Sommerferien startet die Wabe eine Abstimmung, welche weiteren Rad-Strecken noch verschönert werden sollten. Auf den Sanierungsbedarf sollen rot-blaue Balken am Wegesrand hinweisen. Wenn alles nach Plan läuft, rollen ab Februar 2012 dann die nächsten Bagger, so Thomas Strauch. Seine Vision: „Ich würde gerne in jedem Jahr einen Weg erneuern - schließlich ist das Rad das Verkehrsmittel der Zukunft.“

WAZ-Bericht von Dennis Sohner

 
RN, 20.05.2011: Stadt setzt Elektro-Fahrräder für Dienstfahrten ein

Ruhr Nachrichten, 20.05.2011. Wie flott die städtischen Mitarbeiter wirklich arbeiten, wird bald im Straßenbild sichtbar. Ab Montag werden sie mit zwei Elektro-Rädern als Dienstfahrzeuge an den Start gehen. Um Energie und Kosten zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun, haben Stadtverwaltung und die WABE das Pilotprojekt ins Leben gerufen.Sind Elektrofahrräder bei Dienstfahrten eine Alternative zum Auto? Das soll jetzt ein Jahr lang getestet werden.

Der Anfang war jedenfalls vielversprechend. „Etwa 30 Kolleginnen und Kollegen, die im Dienst regelmäßig oder gelegentlich ein Fahrzeug benötigen, haben schon Interesse bekundet“, berichtet Ralf Wollenweber vom Amt für Datenverarbeitung, unter anderem auch zuständig für den Einsatz von Dienstfahrzeugen.

Zehn interessierte Kollegen aus dem Rathaus trafen sich gestern mit den WABE-Mitarbeitern der Radstation am Bahnhof. Ein kleiner Fuhrpark E-Bikes stand zum Test bereit. Nach kurzer Unterweisung durch die WABE-Mitarbeiter Torsten Kretschmann und Andre Handge drehten die Stadt-Mitarbeiter Proberunden vor dem Bahnhof. Und einhellige Meinung war: „Die Handhabung ist spielend einfach.“

Für Veronika Krauße aus der Abteilung Finanzen und Controlling ist das Elektro-Rad eine echte Alternative: „Da nehme ich doch viel lieber das Elektro-Rad anstelle des Busses. Das bedeutet für mich mehr Bewegung und ist dazu noch umweltfreundlich.“ Für Inventuren in den Ämtern der Verwaltung bereist sie oft die im Stadtgebiet verteilten „Ableger“.

Auch Udo Klapp vom Amt für Gebäudemanagement findet nur positive Worte. „Man kann die Innenstadtbezirke gut erreichen. Ich kann mir vorstellen, das E-Bike regelmäßig zu nutzen.“ Allerdings gibt´s zum Anfang davon nur zwei. Eins wird am Rathaus, das andere bei der technischen Verwaltung in Annen stationiert. Die Räder gehören den Stadtwerken und werden zunächst für ein Jahr gemietet.

Wie ihre Auslastung sein wird, darüber wird Ralf Wollenweber nun ein Jahr lang genau Buch führen. „Jeder, der das Rad dienstlich nutzen möchte, muss die Fahrt bei mir anmelden.“ Sollten Doppelbuchungen erfolgen, so wird auch das notiert, um den echten Bedarf zu ermitteln.

Wollenweber verschickte gestern nochmal einen Aufruf an alle städtischen Mitarbeiter, die neuen Dienstfahrzeuge fleißig zu nutzen. Sollten sie sich bewähren, könnte der alternative Fuhrpark aufgestockt werden.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

 
RN, 09.05.2011: 5- Ruhrtal-Radfest: Der Trend geht zum E-Bike

Noch stehen die E-Bikes verpackt bei den Stadtwerken.  (Foto: Barbara Zabka)Ruhr Nachrichten, 09.05.2011. Petrus muss Radfahrer sein. Denn das 5. Radfest Ruhrtal, zu dem wieder die "Wabe" eingeladen hatte, ließ für Aussteller, Veranstalter und Besucher keine Wünsche offen.

Ein großer Biergarten war an der Wiese am Königlichen Schleusenwärterhaus entstanden und der wurde gern genutzt: Familien mit Kind und Kegel, aber auch sportliche Radfahrer machten auf ihrer Muttertagstour hier gern Pause. Und sie bekamen etwas geboten. Die Veranstalter Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung) und die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Da gab es spektakuläre Stunts der BMX-Show Manni & Slum Biker zu sehen. Auf einer Halbpipe schraubten sich die vier Radakrobaten mit Salti und Sprüngen in die Luft und sorgten für das eine oder andere Ah und Oh beim Publikum.

Zwischen den spektakulären Auftritten gab es Musik: Bigband Sound von "Summertime" bis "Born to be Wild" von dem Monday Night Orchestra. Und rund um das Schleusenwärterhäuschen gab es jede Menge Information.

Der DLRG hatte einen Stand aufgestellt und informierte über die wichtige Arbeit der Wasserrettung. Daneben hatte das Freizeitzentrum Kemnade eine Schüssel mit Quietsche-Entchen aufgefüllt und lud zum Raten ein: Wer die Anzahl der gelben Schwimmtiere richtig riet, konnte einen attraktiven Gutschein für das Freizeitzentrum gewinnen.

Doch der wichtigste Trend war in diesem Jahr das E-Bike. Alle Fahrradhändler waren beeindruckt vom Run, den die Fahrräder mit dem kleinen elektrischen Antrieb auslösen. "Wir haben schon 100 E-Bikes verkauft, und die Hersteller können in diesem Jahr nicht mehr liefern", sagte Michael Karius vom Bochumer Fahrradhandel uno.

Und auch Thomas Strauch von der Wabe bestätigte den Trend: "Vor drei Jahren waren wir die ersten, die sich so ein E-Bike zugelegt haben. Aber jetzt ist das der ganz große Trend. Daran zeigt sich auch, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel wieder an Bedeutung gewinnt", so Strauch.

Ausprobieren konnte man die neue Art des Fahrradfahrens auch. Alle zwei Stunden machte sich ein Trupp von zwölf Leuten auf eine rund 45-Minuten Tour, die natürlich auch über Berg und Tal ging. Alles kein Problem, mit dem leichten Schub aus dem kleinen E-Motor.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Irene Steiner

 
RN, 20.04.2011: Schleusenwärterhaus eröffnet nach Winterpause die Saison

Gleich am ersten Tag war die Fähre Hardenstein ein gefragtes Transportmittel. (Foto: Barbara Zabka)Ruhr Nachrichten, 04.04.2011. Kaiserliches Sommerwetter herrscht bei der Saisoneröffnung am Königlichen Schleusenwärterhaus. Die neue Ruhrtalfähre Hardenstein hat nach der Winterpause ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Unermüdlich überquert sie den Fluss. Bringt Radfahrer, Spaziergänger, Familien mit Kinderwagen und Hunde an das gegenüberliegende Ufer. Jacken werden um die Hüften gebunden. Die Sonne meint es wirklich gut. Verspricht einen Vorgeschmack auf den Sommer, nach dem langen Winter. Geduldig warten die Passagiere auf ihren Transfer. Die Fähre ist schließlich in Sichtweite. Aufgrund der größeren Kapazität der neuen Fähre gibt es keinen langen Wartezeiten.

Ein sichtlich gut gelaunter Reisegast ruft einem ankommenden Liegeradfahrer zu: „ Willkommen an Bord, aber drei Räder kosten mehr!“ Der „Ferryman“ motiviert scherzhaft die Leute: „Hier steht die Spendenbox. Von einem Euro bis zu einer Million ist alles erlaubt.“

Fleißig klimpern die Münzen in der unscheinbaren Spendenbox an Bord. Zwei Radlerinnen kommen angebraust: „Dürfen wir noch mit?“, rufen sie schon von Weitem. Klar. Die „Hardenstein“ wartet.

Nach ein paar Minuten kommt die vollbeladene Fähre wieder am Ufer des Schleusenwärterhauses an. Der Fährmann ruft: „Bitte weitergehen, nicht stehen bleiben. Die anderen wollen auch an Land.“ Ein paar Meter weiter - riecht es nach Pause. Und nach Currywurst und Mandelkuchen. Zeit sich einen gemütlichen Platz am Ruhrufer zu suchen. Im Schatten oder einen Platz an der Sonne. Nach der langen Winterpause tut das wirklich gut.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Barbara Zabka

 
RN, 04.04.2011: Stadtwerke und WABE präsentieren neue Elektro-Räder

Noch stehen die E-Bikes verpackt bei den Stadtwerken.  (Foto: Barbara Zabka)Ruhr Nachrichten, 04.04.2011. Ein spannendes Projekt zum Thema Elektromobilität haben die Stadtwerke Witten gemeinsam mit der WABE auf den Weg gebracht. Zukünftig können Elektro-Fahrräder an vier Radstationen im Ruhrtal gemietet werden.

Eingebettet ist das Projekt in den Trianel-Verbund - einem Zusammenschluss von vielen lokalen Versorgern. "E-Mobilität ist in aller Munde. Und wir sprechen nicht nur darüber, sondern wir handeln", betont Stadtwerke-Pressesprecher Thomas Lindner. "Wir haben bei der WABE nachgefragt. Und die sitzen jetzt mit im Boot. So können wir das vorhandene Radstationen-Netzwerk nutzen."

Geplant ist im ersten Schritt der Kauf von 20 Elektro-Rädern - zwei Drittel davon sind Tiefeinsteiger. Ordentlich verpackt stehen sie schon in der Werkstatt an der Westfalenstraße.

"Das ist optimal für längere Strecken und größere Steigungen, weil der kleine Motor das Trampeln erleichtert", sagt Thomas Strauch, Geschäftsführer der WABE. Er freue sich bereits auf den Startschuss des Projektes. "Geparkt" werden die E-Bikes übrigens an den Radstationen in Herdecke, am Hauptbahnhof, am Schleusenwärterhaus und an der neu geplanten Station am Kemnader See.

Die Miete wird 25 Euro am Tag kosten. Mit der Rewir-Power-Card spart man sogar noch fünf Euro. "Selbstverständlich gibt es auch Wochenendpreise und Sondertarife. Das müssen wir allerdings noch einmal durchrechnen", so Thomas Strauch. Wer sich ein E-Bike leihen möchte, sollte sich auf alle Fälle eines reservieren lassen. Strauch selbst könne sich vorstellen, dass die Dinger sehr gefragt sein werden.

Über eine Sache zerbrechen sich die Initiatoren allerdings noch den Kopf. Und zwar über die Frage der Akku-Aufladestationen. "Wir führen momentan Gespräche mit verschiedenen Gastronomen entlang des Ruhrtal-Radweges", sagt Strauch. "Dort könnten die Radler sich stärken und gleichzeitig ihren Akku füttern."

Der ökologische Aspekt steht bei der Idee im Vordergrund. "Wer die Bequemlichkeit eines E-Bikes kennt, lässt vielleicht öfters mal sein Auto stehen. Wenn die Nachfrage steigt, könnten wir nachlegen", sagt Thomas Lindner. "Außerdem passt es hervorragend in die Linie unserer Erdgas-Fahrzeuge."

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Barbara Zabka

 
RN, 22.02.2011: Bereits 10.000 Euro für Sanierung am Ruhrtal-Radweg gespendet

Ruhr Nachrichten, 22.02.2011. Rund ein Drittel der Kosten zur Sanierung der letzten Schandflecke des Ruhrtal-Radweges auf Wittener Gebiet hat die Wabe bereits zusammen. 9600 Euro sind bis jetzt von Wittener Rad- und Nichtradfahrern im Rahmen der Aktion "1-Meter-Engagement" gespendet worden.

"Wir wollen so bald wie möglich mit der Arbeit beginnen", sagt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch.

Die Arbeit, das sind 275 Meter. Diese 275 Meter rund um das Gelände des Kanu-Clubs Witten sollen von Grund auf saniert werden. Bis April sollen die Deckschicht erneuert, die Seitenränder freigeschnitten und die Grünflächen gepflegt werden.
"Da ist bestimmt seit 15 Jahren nichts mehr gemacht worden", sagt Strauch. Die Deckschicht sei total kaputt, an vielen Stellen blitze schon der Schotter durch. "Deshalb weichen viele Radfahrer auf die grüne Seitenfläche aus und nutzen die ab", sagt Strauch. Er sieht Handlungsbedarf.

Auch eine Sitzbank am Wegesrand will die Wabe aufstellen. "Da hat man einen schönen Blick auf die Ruhr", erzählt Strauch. Da sich aufgrund der öffentlichen Finanzlage in den nächsten Jahren wohl nichts am RuhrtalRadweg tun würde, nehme sich die Wabe dem Sorgenkind an. "Allein im letzten Jahr sind da 150 000 Radfahrer lang geradelt, der Weg sollte ein schönes Aushängeschild für Witten sein", so Strauch.

Um einen Meter Radweg zu erneuern, braucht es 100 Euro – für die Spender gibt es auch eine Gegenleistung. Eine Schautafel am neu gestalteten Radweg-Abschnitt führt alle Spender auf, ab zehn Metern Engagement (1000 Euro) ziert ein Messingschild mit dem Namen des Sponsors einen Randstein – sofern der Geldgeber das möchte."Wir hoffen, dass es nächste Woche keinen Frost mehr gibt und wir dann mit der Sanierung anfangen können", sagt Strauch. Die Dauer der Arbeiten schätzt er auf rund zwei Wochen. Das Personal stellt die Wabe selbst.

Wenn die Radsaison am 2. April offiziell startet, sollen Fahrradfahrer über den ausgebesserten Ruhrtal-Radweg radeln können – und spätestens dann soll er sich laut Wabe wieder in Bestform zeigen. Die Wabe-Aktion „1-Meter-Engagement“ läuft seit Ende November.

 
WAZ, 10.12.2010: Wendepunkt: „Ein Job bleibt hier nicht nur Vision“
Arno Broll (55) hat beim „Wendepunkt“ seinen Busführerschein gemacht und bald einen Job. Das Projekt wird von der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung koordiniert.Foto: Fischer / WAZ FotoPool

WAZ, 10.12.2010. „Wer hier Hilfe sucht, der kriegt sie auch.“ Da sind sich die fünf Teilnehmer des Modellprojekts für Langzeitarbeitslose bei der Wabe einig. Und sie können jene nicht verstehen, die das Projekt „Wendepunkt“ unlängst heftig kritisierten.

Klar, diese Maßnahme, die im besten Fall die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt zum Ziel hat, ist ungewöhnlich. „Ich wusste nicht, was mich hier erwartet“, erinnert sich Marion Böker (57). Auch Erhard Marschke (55) sagt, er habe eine ganze Weile gebraucht, um die Methode des so genannten Selbstvermittlungscoachings zu verstehen. Visionen über ihre berufliche Situation in fünf Jahren sollten die Teilnehmer zunächst formulieren. Alles war erlaubt. Deshalb träumte Marschke, der arbeitslose Ingenieur, der sich in den letzten Jahren intensiv um seine Eltern kümmerte, vom Firmensitz auf einer Insel im Mittelmeer.

Im Wendepunkt wurde dem Wittener, der irgendwann die Lust aufs Bewerbungen schreiben verlor, klar: „Ich will was machen.“ Am liebsten wäre er selbstständig, „aber da fehlen mir Kontakte“. Er besuchte während des Projekts Existenzgründungsseminare, merkte, dass für solch einen Schritt viel Unterstützung notwendig ist, und bewirbt sich jetzt doch erst mal wieder bei Elektronikfirmen. Viel Zeit hat er während des Projekts am PC verbracht und dabei zum Beispiel – wie andere Teilnehmer auch – einen Flyer erstellt, auf dem er für sich und seine Fähigkeiten wirbt.

Arno Broll ist 55. Er arbeitete als Steuermann auf einem Binnenschiff und war die letzten vier Jahre ohne Job. Beim Arbeitsamt kriegte er zu hören, er sei zu alt. Bei der Wabe durfte er, dessen Vision es zunächst war, Fotograf zu werden, immerhin den Busführerschein machen. Broll nutzte die Chance, hat nun schon verschiedene Angebote und freut sich auf seine Rückkehr in die Berufswelt.

Die steht auch bei Toni Merstallinger, der vor zwei Jahren von München nach Witten kam, kurz bevor. Ab 1. März hat der 42-Jährige eine Festanstellung bei einer Friedhofsgärtnerei, bei der er zuvor ein Praktikum absolvierte. Gut, er träumte eigentlich von einem Job im Gastgewerbe. Schließlich arbeitete er früher in der Kantine eines großen Unternehmens. Weil er aus gesundheitlichen Gründen nichts mehr mit Lebensmitteln zu tun haben darf, reifte die Idee, Lkw- oder Kurierfahrer zu werden. Aber: „Ich habe schon tausend Bewerbungen geschrieben und nur Absagen bekommen.“

Jede Anstellung und jede Maßnahme, die bei der Suche danach hilft, sei besser als „zuhause dumm rumzusitzen“, findet Helga Faber (47). Sie war 27 Jahre lang Hausfrau und Mutter. Am liebsten würde sie jetzt in der Kindertagespflege arbeiten. Doch eine Fortbildung bezahle die Jobagentur nicht. Deshalb sei sie jetzt erst mal mit einem 400-Euro-Job in einem Kiosk zufrieden. „Ich bin nicht ungern hierhin gekommen“, sagt Helga Faber über den Wendepunkt.

„Wir haben viel Spaß gehabt, uns untereinander sehr geholfen und viel Auftrieb bekommen“, bestätigt Marion Böker. Für die gelernte Industriekauffrau ist es die vierte Maßnahme. Noch hat sie keine Stelle gefunden. Doch sie weiß: „Bei meinem Alter muss man realistisch bleiben.“ Vorstellen könnte sie sich, tageweise in Firmen auszuhelfen. „Die Hoffnung auf einen Job“, sagt sie, „die stirbt zuletzt.“

 
WAZ, 26.09.2010: Schiffstaufe ohne Scherben

Die Taufe der neuen Ruhrtalfähre auf den Namen HARDENSTEIN fand am 26.09.2010 am Schleusenwärterhäuschen in Witten statt (v.l.): Arnim Brux, Landrat Sonja Leidemann BM Witten, Thomas Strauch WABE, Christel Humme MdL, Guntram Schneider Arbeitsminister in NRW, Christoph Heemann - Fährmann, Ralph Hiltrop Akkordeon, Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool

WAZ, 26.09.2010. Es war kein guter Tag für die kleine Fähre "Hardenstein". Man hat ihr nicht nur ihren Namen abgesprochen, sondern lässt sie auch noch völlig im Dunkeln über ihr zukünftiges Schicksal.

Kaum einer beachtete am Sonntag Nachmittag (26.9.) das kleine Boot, das noch vereinzelt Fahrradfahrer von der Schleuse Herbede rüber zur Burgruine Hardenstein brachte. Alle Augen waren bereits auf die neue Fähre Hardenstein gerichtet, deren Schiffstaufe unmittelbar bevorstand.

Veranstalter und Wabe-Chef Thomas Strauch ist heilfroh, dass das Wetter mitspielt. "Als ich in den letzten drei Tagen den Wetterbericht verfolgt habe, habe ich Depressionen gekriegt", sagt er. Mit 100 bis 150 Gästen habe er gerechnet. Etwas mehr haben sich gestern im Ruhrtal versammelt, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Einige hatten sich schon lange auf diesen Tag gefreut, wie Michael Brech, der mit seiner ganzen Familie gekommen ist. "Papa hat das Schiff gebaut", verkündet seine kleine Tochter Alina lauthals. Bescheiden lenkt der Familienvater ein: "Ich habe im Rahmen der Karrierewerkstatt der Deutschen Edelstahlwerke mit daran gearbeitet." Auch wenn es in den letzten Wochen zeitlich etwas eng wurde, ist Michael Brech zufrieden mit dem Ergebnis.

Prominente Gäste wie Arbeitsminister Guntram Schneider, SPD-Bundestagsabgeordnete Christel Humme, Bürgermeisterin Sonja Leidemann und Landrat Arnim Brux schunkeln auf der ansonsten leeren Fähre gemeinsam zu den "maritimen Klängen" des Akkordeonspielers Ralf Hiltrop. "Das ist eine Taufe und keine Beerdigung", feuert Schneider die Stimmung an. Er richtet bei dieser Gelegenheit herzliche Grüße der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft aus, die "heute auch gerne dabei gewesen wäre", aber leider gerade in Berlin zu tun hat.

Nach einer kurzen Glückwunschrede greift die Bürgermeisterin zur Flasche und tauft die neue "Hardenstein" mit den Worten: "Schiff Ahoi!" Aus Rücksicht auf die im Sommer hier badenden Kinder hatte Thomas Strauch sie gebeten, die Flasche nicht zu zerschlagen, wie es sonst bei Schiffstaufen üblich ist.

Um Viertel vor drei legte das frisch getaufte Boot zu seiner offiziellen Jungfernfahrt ab. Viele Gäste wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen und strömten auf die neue Fähre, die laut Kapitän Christoph Heemann locker 49 Passagieren und etwa 30 Fahrrädern Platz bietet. Auf der alten "Hardenstein" konnten nur zwölf Fahrgäste untergebracht werden - viel zu wenig bei rund 200 000 Fahrgästen, die pro Jahr erwartet werden.

Bis zum 31. Oktober wird das 20 Tonnen schwere Schiff noch zwischen den beiden Ufern verkehren. Danach ist bis April erst mal Winterpause.