Brückengeld kostete drei Pfennig

WAZ. Brückenwärterhaus, Wohnhaus, Gastronomie: Das Haus Ruhrtal 1, gebaut im 19. Jahrhundert, hat eine bewegte Geschichte. Heute schreibt die Wabe im Herbeder Zollhaus ein neues Kapitel. „Altes“ führt sie dabei nicht im Schilde. Offiziell heißt es nur: Zollhaus.

Das Bild zeigt das Alte Zollhaus an der Lakebrücke. Wie der Name vermuten lässt, musste man dort den Brückenzoll entrichten. Auch heute kann man dort noch Geld loswerden, allerdings eher für kleine kulinarische Köstlichkeiten und nicht mehr für die Überquerung der Ruhr. Christina Wildvang

Das Foto zeigt das ehemalige preußische Brückenwärterhaus auf Herbeder Seite („Zollhaus Herbede“) an der Lakebrücke. Im Mittelalter – 1347 – wurde die Brücke als Übergang über die Ruhr erstmals urkundlich erwähnt. Das Brückenwärterhäuschen ist eines der letzten Zeugnisse für ehemalige Zollstellen im Ruhrgebiet. Vor der Gründung des Deutschen Zollvereins – 1834 – dienten Zollstellen dazu, Zölle von den zahlreichen deutschen Kleinstaaten zu erheben, auch Brücken- oder Fährgeld für lokale Eigentümer. Hier in Herbede wurde 1844 ein Brückengeld von drei Pfennig pro Person festgelegt. Pferdegespanne zahlten mehr. Zahlstelle war das Brückenwärterhaus am linken Ruhrufer – heute Haus Ruhrtal 1. Eine Gebührenpflicht bestand hier bis 1930.

Heute ist das Zollhaus an der Lakebrücke eine gute Adresse des Ruhrtal-Tourismus. Die Wabe hat das ehemalige preußische Brückenwärterhaus von der Stahl-Unternehmerfamilie Lohmann-Hütte gepachtet.
Werner Schultze

Das „Alte Zollhaus“ an der Lakebrücke wird heute von der Wittener Wabe bewirtschaftet und wird von Wanderern und Radfahrern rege angenommen!
Michael Röder

Das alte Zollhaus hat heute eine Gastronomie und einen der schönsten Biergärten in Witten direkt am Fluss.
Michael Robert

Eine der schönsten Ecken in Herbede, dazu der schöne BMW E30. Anton Serge Argon

Es handelt sich um ein ehemaliges preußisches Brückenwärterhaus aus dem Jahre 1844 direkt an der Lakebrücke, das sich heute im Besitz der Herbeder Lohmann Stahl GmbH befindet. Brückenzoll musste jeder bis 1930 bezahlen, der die Brücke überqueren wollte.

Als ich noch häufiger mit dem Rad um den Kemnader See gefahren bin, gab es hier lediglich ein kleines Wohnhaus mit der dann 1984 von der Stadt Witten neu gebauten Fußgängerbrücke. Gemeinsam mit dem Wabe-Team wurde das alte Haus mit Garten vor etwa fünf Jahren zu einem gemütlichen Lokal mit Biergarten umgebaut. Heute wird das „Zollhaus Herbede“ gerne für das leibliche Wohl von Skatern, Radfahrern, Wanderern und Spaziergängern genutzt, die dort ihren kleinen Hunger und Durst stillen. Durch die direkt neben dem Zollhaus beginnende Hundeinsel wird dieses Lokal auch oft von den Hundebesitzern mir ihren Vierbeinern besucht. Auch Musikfreunde kommen immer öfter auf ihre Kosten, wird der Biergarten doch seit etwa zwei Jahren auch gerne für musikalische Veranstaltungen genutzt. Manfred W. Schwandt

WAZ-Bericht

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