Viel Lob für den neuen Hattinger Hillpark

Edelgard Brauksiepe, 75 Jahre, probiert eines der neuen Fitnessgeräte bei der offiziellen Einweihung des Hillschen Gartens aus. Foto: Walter Fischer
Edelgard Brauksiepe, 75 Jahre, probiert eines der neuen Fitnessgeräte bei der offiziellen Einweihung des Hillschen Gartens aus. Foto: Walter Fischer

WAZ. „Ist schön geworden“: Das Lob hört man am Montag öfter während der Eröffnung des Hillschen Parks, der für 200.000 Euro im zweiten Bauabschnitt neu gestaltet worden ist. Viele fanden ihn so schön, dass sie sich nur mit Mühe auf die Terrasse vors Bürgerhaus locken ließen, wo nicht nur die Musik spielte, Kaffee und Brötchen auf die Gäste warteten, sondern auch einige Reden von Bürgermeister Dirk Glaser über Baudezernent Jens Hendrix bis zu Landschaftsarchitekt Armin Henne.

Für den kalten Novembertag waren die vielen Besucher, über die sich nicht nur der Bürgermeister freute, goldrichtig angezogen. Um sich auf die Holzliegen zu fläzen, die fast wie Kunstwerke aussehen, war es allerdings zu frisch. Außerdem ist das Stück noch eingezäunt. Dort muss erst noch Rasen wachsen im neu gestalteten, historischen Park, den zu 80 Prozent das Land bezahlt hat.

Den Gästen blieb auch so Platz zum Flanieren und Probieren im Bewegungsparcours mit Trimmsportgeräten. Sie drängten sich um den letzten von mehreren Fitnesstrainern aus blankem Metall, die feierlich enthüllt und anschließend wie die anderen gleich getestet wurden. Was auch das allerletzte Frösteln vertrieb im offen gestalteten Park mit vielen Sichtachsen. Das Grundstück hatte die Stadt 1980 von der Kaufmannsfamilie Hill gekauft.

Noch in der Findungsphase sind Schachvereinsvorsitzender Wolfgang Linde und Andreas Gehrke von der Freiwilligenagentur. Big Packs – „wie Ikeataschen, nur viel größer“, so Linde – böten die Möglichkeit, die neuen Draußen-Schachfiguren ins Bürgerzentrum zu transportieren und dort unterzubringen. Im Moment verstaut sie der Schachvereinsvorsitzende zerlegt in seinem Auto, damit sie nicht beschädigt werden. Dirk Glaser lag in Bezug auf die neuen Geräte und den Zustand des Parks positives Denken beim Thema Vandalismus am Herzen. Mit dem Getreidefeld am Rathaus habe die Stadt nur gute Erfahrungen gemacht.

Warum es auf dem Gelände nur eine Boulebahn gibt, dazu wollte der Bürgermeister nichts sagen. Der Treffpunkt Kick hatte vor 17 Jahren zwei Bahnen auf dem städtischen Areal zwischen Schul- und Talstraße in Betrieb genommen und bedauert, dass die Stadt nach der Verlegung nur eine Bahn anlegen ließ – „ein großer Nachteil gegenüber der bisherigen Anlage. Das macht Turniere unmöglich.“

Eine über 80-Jährige freut sich dagegen, dass sie barrierefrei mit ihrem Rollator auf die Bahn kommt. Andere Spieler bemängeln, der Untergrund sei noch nicht fest genug.

Angelegt wurde der Park von RuhrGewerk, einem gemeinnützigen Garten- und Landschaftsbauunternehmen, für das Arbeit mehr als nur „Arbeit“ ist, sondern aktive Teilhabe am sozialen Leben und Lebensqualität durch Zugehörigkeit bedeutet.

Das Unternehmen aus Wetter pflegt nicht nur Grün und lässt die Region aufblühen, sondern pflegt auch die Vielfalt seiner Mitarbeiter. Menschen mit Behinderungen bringen ihre Talente und Kreativität in den Arbeitsalltag mit ein.

WAZ-Bericht von Brigitte Ulitschka

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