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Ruhr Nachrichten: Beim Bahnhofs-Umbau muss die Radstation umziehen

Im Kellergeschoss des Bahnhofs müsste nach Umbau des Bahnhofs der Service-Bereich der Radstation unterkommen. Wegen des Höhenunterschieds zum Busbahnhof müssten die Räder mühevoll treppab- und -aufwärts geschleppt werden. Die Stellplätze für die Pendler-Räder bleiben auf der anderen Bahnhofseite in Nähe der Bikey-Boxen. Foto: Lisa Timm
Im Kellergeschoss des Bahnhofs müsste nach Umbau des Bahnhofs der Service-Bereich der Radstation unterkommen. Wegen des Höhenunterschieds zum Busbahnhof müssten die Räder mühevoll treppab- und -aufwärts geschleppt werden. Die Stellplätze für die Pendler-Räder bleiben auf der anderen Bahnhofseite in Nähe der Bikey-Boxen. Foto: Lisa Timm

Ruhr Nachrichten. Noch ist es nicht spruchreif, aber sollte mit dem endgültigen Umbau des Bahnhof-Gebäudes begonnen werden, sind für die Radstation die komfortablen Zeiten vorbei. Dann müssen die Wabe-Mitarbeiter für repräsentativere Mieter weichen. Damit einher geht die Splittung des Betriebes beidseitig des Bahnhof-Gebäudes.

Während direkt bei den Bikey-Boxen Unterstell-Möglichkeiten für Pendler-Räder geschaffen werden, zieht der Service rund ums Rad ins Bahnhof-Erdgeschoss gleich neben dem Busbahnhof. „Der persönliche Kontakt zu den Pendlern wird dadurch etwas leiden“, bedauert Frank Lojda, Mitarbeiter der Radstation.

Denn künftig erhalten alle Mieter der Rad-Stellplätze einen Generalschlüssel, mit dem sie ihre Räder im ehemaligen Fluchttunnel unterhalb der Gleise 3/4 abstellen und verschließen können.

Etwas luxuriöser aber ebenso anonym verläuft die Anmietung einer der zwölf Bikey-Boxen. Als Dauer-Garage fürs Fahrrad kosten sie 70 Euro halbjährlich und 100 Euro jährlich inklusive Jahresinspektion.

Allerdings könnte ein neues Angebot der Wabe den persönlichen Kontakt zwischen Pendlern und Radstation-Mitarbeitern auf anderer Ebene beleben. „Ab Ostern bieten wir für unsere Dauerparker einen Einkauf-Service an“, sagt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. „Ob Wurst oder Waschpulver, das Gewünschte wird besorgt.“

Was der Wabe ein wenig Sorge bereitet, ist die künftige Unterbringung des Service-Bereichs gleich neben dem neuen Busbahnhof. Dort sorgt das Höhen-Niveau für Kopfzerbrechen, was den An-und Abtransport der zu reparierenden Räder angeht.

Will man in die früher ebenerdig zu erreichenden Räume, muss man dann eine steile Treppe nutzen. „Mitsamt einem Fahrrad wird das schwer“, sagt Thomas Strauch. Und erst der Auf- und Abstieg mit einem E-Bike wird zum Kraftakt. Da sind Ideen willkommen, wie man am besten die An- und Ablieferung der Räder gestaltet.

Ob über eine Rampe oder per Lastenaufzug, alle Lösungsmöglichkeiten bergen Fragezeichen. „Wir sind dankbar für jeden Vorschlag“, sagt Thomas Strauch.

Aber noch ist es ja nicht soweit. Bislang hat Markus Bürger als Käufer der Bahnhofs-Immobilie noch keinen Ankermieter gewinnen können. Es gibt immer wieder Gespräche, aber noch keine konkreten Zusagen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

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