16.09.2021: Open-Air - Folkclub Witten holt ein Stück Irland in die Stadt

  Gut besucht war „Folk am Fluss“ in Witten bei der letzten Ausgabe im April 2019. Wegen Corona fiel das Festival 2020 aus.  Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services
Gut besucht war „Folk am Fluss“ in Witten bei der letzten Ausgabe im April 2019. Wegen Corona fiel das Festival 2020 aus. Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

WAZ. Eine große grüne Wiese, ein gutes irisches Bier und Folkmusik. Bei „Folk am Fluss“ verwandelt sich das Königliche Schleusenwärterhaus in Witten am Samstag (25.9) zu einer kleinen irischen Hochburg. Nachdem die Open-Air-Veranstaltung im vergangenen Jahr ausgefallen ist, lässt der Folkclub Witten das Festival wieder aufleben.

„Unsere letzte Veranstaltung hatten wir im Januar 2020. Wir sind froh, dass wir endlich wieder ein Konzert planen konnten“, sagt Lilo Dannert, Vorsitzende von „Witten Folk“. Und was gehört noch zu Irland? Richtig, die Schafe. Auch die werden bei der zwölften Auflage von „Folk am Fluss“ nicht fehlen. Denn die Band, die auftreten wird, nennt sich „Black Sheeep“. Sie verbindet traditionelle Songs mit moderneren Stücken. Normalerweise war „Folk am Fluss“ immer der Auftakt in die Open-Air-Saison nach Ostern, das war dieses Jahr nicht möglich. Jetzt findet es quasi als Abschluss statt. „Da es jetzt natürlich schon etwas kälter ist, sollen alle an warme Kleidung denken“, sagt Dannert.

Den Folkclub in Witten gibt es seit 1974

Bereits 1974 wurde der Verein von Hildegard Doebner, für viele nur als „die Hilde“ bekannt, gegründet. In einer Zeit, als man die Haare lang trug und die Mode bunt und schrill war. Sie holte einige bekannte Künstler nach Witten. So traten im Folkclub bereits Stefan Stoppok und Ray Austin auf, selbst Herbert Grönemeyer war schon da.

Als Doebner im Jahr 2000 verstarb, war aber erstmal Schluss mit irischer Volksmusik – bis Lilo Dannert den Verein 2005 mit sechs weiteren Mitgliedern wieder aufleben ließ. Noch heute sind fünf der damaligen Gründungsmitglieder an Bord. „Uns alle verbindet die Musik und das irische Lebensgefühl“, erzählt Dannert. Auch prominente Wittenerinnen und Wittener wie Ex-Bürgermeisterin Sonja Leidemann oder das ehemalige Stadtoberhaupt Klaus Lohmann gehören dem Verein an.

Die Wabe kümmert sich um das Catering

Mittlerweile zählt „Witten Folk“ 70 Mitglieder. Nach der langen Pause können sie Ende September endlich wieder zusammen ein Open-Air-Konzert erleben. Doch nicht nur Mitglieder sind eingeladen. „Wir erwarten, dass 500 bis 600 Leute kommen,“ so Dannert. Unterstützt wird sie dabei von der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), die sich um Speis und Trank kümmert. „Es ist schön, dass wir wieder Open-Air veranstalten können“, sagt Anja Elsen von der Wabe. Natürlich gibt es irisches Guinness-Bier. Auf das klassische Essen muss allerdings verzichtet werden. „Wir dürfen nur einen Imbissstand öffnen“. Statt der deftigen irischen Küche wird es Flammkuchen und Leckereien vom Grill geben.

Um 18 Uhr startet die Band, gegen 23 Uhr soll Feierabend sein. Damit niemand strandet, verlängert die Ruhrtalfähre ihre Fahrzeiten. An einem Lagerfeuer können die, die nicht genug von der irischen Atmosphäre bekommen, noch länger an der Ruhr verweilen. Finanzielle Unterstützung gibt es von der Sparkassen- und Bürgerstiftung, sodass der Eintritt frei ist. „Wir werden aber mit dem Hut rumgehen und hoffen auf kleine Spenden“, sagt Lilo Dannert. Jetzt hoffen der Folkclub und die Wabe aber erst einmal auf gutes Wetter. Wobei ja auch irgendwie der Regen zu Irland gehört.

WAZ-Bericht von Maximilian Villis

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