03.11.2021: Viermal Randale - Unbekannte wüten am Wittener Zollhaus

  Die Elektrofrösche der Wittener Wabe wurden demoliert, ihre Scheiben eingeschlagen.  Foto: Wabe
Die Elektrofrösche der Wittener Wabe wurden demoliert, ihre Scheiben eingeschlagen. Foto: Wabe

WAZ. Viel Wut und Empörung bei der Wabe: Unbekannte Täter haben in den letzten zwei Wochen vier Mal am Zollhaus randaliert – und sich dabei deutlich gesteigert. In der Nacht zu Mittwoch (3.11.) wurden schließlich auch zwei Fahrzeuge demoliert.

Täter wüteten ekelhaft in der Wittener Wabe

Angefangen hatte die Einbruchsserie am Zollhaus, das von der Wabe bewirtschaftet wird, in der Nacht zum 21. Oktober. „Da sind sie in unsere Außengrillhütte eingestiegen“, sagt Wabe-Mitarbeiterin Anja Elsen. Die Täter hätten sich zunächst an den Lebensmitteln bedient, gegessen, getrunken, dann aber auch auf die Kasse gespuckt und sich übergeben. „Ganz ekelhaft“, so Elsen.

Obwohl die Polizei kam und die Tür anschließend extra gesichert wurde, kamen die Einbrecher in der nächsten Nacht wieder. Erneut gelang es ihnen, in die Grillhütte zu kommen, wieder ließen sie Getränke mitgehen. „Kästenweise“, sagt die Wabe-Mitarbeiterin, die daher vermutet, dass es mehrere Täter gewesen sein müssen.

Randalierer ließen ihre Wut an den Fahrzeugen aus

Dann war ein paar Tage Ruhe, bis zur Halloween-Nacht. „Da haben Unbekannte unseren Kühlwagen eingeschlagen und Genussmittel daraus geklaut – wieder Essen und Trinken“, so Anja Elsen. Der Wagen wurde daraufhin von den Wabe-Mitarbeitern leer geräumt. Aber das passte den Randalierern offenbar gar nicht.

In der Nacht zu Mittwoch kamen sie wieder zum Zollhaus, stiegen erneut in den (nun leeren) Kühlwagen ein und ließen ihre Wut dann an den Elektrofröschen der Wabe, den kleinen Kabinenrollern, aus. Sie schlugen die Scheiben ein, stachen Reifen auf – auch an anderen Fahrzeugen. „Und dann haben sie versucht, eins der Fahrzeuge in die Ruhr zu rollen.“

Allerdings vergeblich. Vielleicht, so vermutet Anja Elsen, wurden die Täter gestört. Anlieger hatten nämlich beim jüngsten Vorfall verdächtige Geräusche gehört und die Polizei verständigt. Sie hofft nun, dass die Nachbarn auch künftig wachsam sein werden – und dass die Einsatzkräfte verstärkt ein Auge aufs Zollhaus haben.

Vandalismus hat Wabe finanziell schwer getroffen

Für Anja Elsen und ihre Kollegen sind die Vorfälle nicht zu verstehen. Schließlich sei die Wabe eine gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft für Arbeitslose, junge Menschen und Straffällige, die diesen Menschen Unterstützung und Förderung anbiete. Der sinnlose Vandalismus mache alle Kollegen fassungslos. „Nach Corona und Hochwasser nun das auch noch“, klagt Anja Elsen. Das habe alle sehr getroffen. „Materiell und vor allem emotional.“

WAZ-Bericht

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